Inhaltsverzeichnis

Landschaftspflegehof Tütsberg
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete mit
„Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen“
Mit diesen Maßnahmen werden landwirtschaftliche Betriebe bei der Erhaltung und Verbesserung der Umweltsituation unterstützt. Ziel ist eine nachhaltige und ressourcenschonende Bewirtschaftung in Bezug auf Artenvielfalt, Boden, Wasser und den Schutz des Klimas.
Landschaftspflege nach Bioland-Richtlinien
Betriebsstruktur
Hof Tütsberg beherbergt Verwaltung und Betriebshof des VNP-Landschaftspflegehofes. Auf dem Hofgelände befindet sich auch eine von insgesamt sechs Schäfereien des VNP.
Ziele des Landschaftspflegehofes sind die umweltschonende Bewirtschaftung der stiftungseigenen landwirtschaftlichen Nutzflächen und die Pflege der ausgedehnten Heideflächen durch Beweidung mit Heidschnucken, Ziegen, Rindern und Pferden.
Der Landschaftspflegehof bewirtschaftet ca. 450 Hektar Ackerflächen und rund 450 Hektar Grünland ökologisch nach den Richtlinien des Anbauverbandes Bioland. Hinzu kommen Heideflächen, Magerrasen und Nassgrünland/Biotope. Insgesamt gehören zum Betrieb ca. 5.500 ha Dauergrünland.


Als Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau kann man auf Hof Tütsberg hautnah erleben, wie biologische Landwirtschaft aussieht, zum Beispiel auf einer Hofführung oder bei unserem alle zwei Jahre stattfindenden Hoffest. Mehr Informationen zum Ökolandbau finden Sie hier.
Auf ausgewählten Flächen wird die traditionelle Heidebauernwirtschaft wieder lebendig: Wie in einem lebendigen Museum wachsen hier alte Kulturpflanzenarten und -sorten, die so für kommende Generationen bewahrt werden – ebenso wie seltene und vom Aussterben bedrohte Ackerwildkräuter. (Hinweis Ackerwildkrautpfad)
Tütsberger Erlebnispunkte
Rund um den Tütsberg und auf dem Hofgelände finden Sie unsere Tütsberger Erlebnispunkte. Hier finden Sie z. B. Informationen zu unserer Heidschnuckenherde, den Hofgehölzen und zur Hofgeschichte.
Im Innenhof sollten Sie auch die Getreidehitparade besuchen.
Die „Tütsberger Erlebnispunkte“ wurden im Jahr 2010 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus „Natur erleben“ des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz gefördert.




Als besonders genügsame Pflanze ist Buchweizen ideal zum Anbau auf den armen Heide- und Moorböden Norddeutschlands. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde er die Alltagsspeise der einfachen Landbevölkerung in der Lüneburger Heide. In Form von Grütze, Klößen und vor allem als Zutat für Pfannkuchen hatte er sich einen festen Platz in der Küche erobert. Mit dem Aufkommen der Kartoffel in der Mitte des 18. Jahrhunderts verlor der Buchweizen mehr und mehr an Bedeutung – heute erfreuen sich Buchweizenmehl und Speisen aus Buchweizen dennoch als regionales Produkt großer Beliebtheit.
Buchweizenfelder im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide finden Sie im Umfeld von Wilsede oder beim Landschaftspflegehof Tütsberg. Infos zum Erwerb von unserem Buchweizenmehl sowie von Spezialitäten aus unserem eigenen Buchweizen erhalten Sie hier.





Dülmener Pferde und Wilseder Rote Rinder
Zur Landschaftspflege setzt der VNP auch Rinder und Pferde ein, die ganzjährig auf Grünlandflächen weiden.
Tierbestand

Wilseder Rote Rinder
- 1 Mutterkuhherde mit rund 40 Kühen, Kälbern und weiblicher Nachzucht (Färsen)

Dülmener Pferde
- 1 Hengstherde mit 2 – 3 Althengsten und Junghengsten
- 2 Stutenherden mit 10 Altstuten, Fohlen und Jungstuten
Die Dülmener Pferde gehören zu den vom Aussterben bedrohten Haustierrassen. Die Rasse steht auf der Roten Liste in der Kategorie 1 „extrem gefährdet“. Außerhalb des Merfelder Bruchs bei Dülmen, dem Ursprungsgebiet der Pferde, gibt es deutschlandweit nur rund 40 Zuchtstuten, 10 davon in den Herden des VNP.
Sie möchten diese seltene Rasse unterstützen? Dann können Sie eine Patenschaft für ein Dülmener Pferd übernehmen.
Wenn Sie mehr wissen wollen
Weitere Informationen zu Dülmener Pferden finden Sie hier:

Weideflächen der Tiere befinden sich am Radenbach, der Schmalen Aue, bei Hörpel und am Hof Tütsberg. Wandern Sie doch mal vorbei…
Lage der Weideflächen
Auf dieser Karte sehen Sie, wo unsere Tiere im Naturschutzgebiet weiden können:
Lage
Hof Tütsberg liegt inmitten des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Sie erreichen Hof Tütsberg bequem über die A7 oder die B3 in rund einer Stunde Fahrzeit von Hamburg, Hannover oder Bremen aus.
Direkt am Hofgelände befindet sich ein Wanderparkplatz, von dem aus Sie das Hofgelände und die angrenzende Heidelandschaft erkunden können. Auf ausgewählten Flächen wird die traditionelle Heidebauernwirtschaft wieder erlebbar: Wie in einem lebendigen Museum wachsen hier alte Kulturpflanzenarten und -sorten, die so für kommende Generationen bewahrt werden – ebenso wie seltene und vom Aussterben bedrohte Ackerwildkräuter. Besucher können den Ackerwildkrautpfad erwandern, der über diese seltenen Pflanzen, ihre ökologische Bedeutung und den historischen Ackerbau informiert.
Kontakt beim VNP
Landschaftspflegehof Tütsberg
Dr. Andreas Koopmann, Dr. Heike Brenken
Hof Tütsberg
29640 Schneverdingen–Heber
Telefon: 05199-298
E-Mail: koopmann@verein-naturschutzpark.de
Wenn Sie mehr wissen wollen
Hof Tütsberg ist Mitglied im
- Anbauverband Bioland
- Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau
- Hofreportage
- Erhalt von Ackerwildkräutern: http://www.schutzaecker.de/
- Hof Tütsberg ist Partner im Netzwerk „Aktiv für den Naturpark“





