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Landwirtschaft

Inhaltsverzeichnis

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Landschaftspflege nach Bioland-Richtlinien

Betriebsstruktur

Hof Tütsberg beherbergt Verwaltung und Betriebshof des VNP-Landschaftspflegehofes. Auf dem Hofgelände befindet sich auch eine von insgesamt sechs Schäfereien des VNP.

Ziele des Landschaftspflegehofes sind die umweltschonende Bewirtschaftung der stiftungseigenen landwirtschaftlichen Nutzflächen und die Pflege der ausgedehnten Heideflächen durch Beweidung mit Heidschnucken, Ziegen, Rindern und Pferden.

Der Landschaftspflegehof bewirtschaftet ca. 450 Hektar Ackerflächen und rund 450 Hektar Grünland ökologisch nach den Richtlinien des Anbauverbandes Bioland. Hinzu kommen Heideflächen, Magerrasen und Nassgrünland/Biotope. Insgesamt gehören zum Betrieb ca. 5.500 ha Dauergrünland.

Hofgebäude auf dem Landschaftspflegehof Hof Tütsberg | Foto: Christian Burmester
Hofgebäude
Buchweizenernte auf Hof Tütsberg | Foto: U. Franzen

Als Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau kann man auf Hof Tütsberg hautnah erleben, wie biologische Landwirtschaft aussieht, zum Beispiel auf einer Hofführung oder bei unserem alle zwei Jahre stattfindenden Hoffest. Mehr Informationen zum Ökolandbau finden Sie hier.

Auf ausgewählten Flächen wird die traditionelle Heidebauernwirtschaft wieder lebendig: Wie in einem lebendigen Museum wachsen hier alte Kulturpflanzenarten und -sorten, die so für kommende Generationen bewahrt werden – ebenso wie seltene und vom Aussterben bedrohte Ackerwildkräuter. (Hinweis Ackerwildkrautpfad)

Tütsberger Erlebnispunkte

Rund um den Tütsberg und auf dem Hofgelände finden Sie unsere Tütsberger Erlebnispunkte. Hier finden Sie z. B. Informationen zu unserer Heidschnuckenherde, den Hofgehölzen und zur Hofgeschichte.

Im Innenhof sollten Sie auch die Getreidehitparade besuchen.

Die „Tütsberger Erlebnispunkte“ wurden im Jahr 2010 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus „Natur erleben“ des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz gefördert.

Tütsberger Erlebnispunkte auf Hof Tütsberg entdecken | VNP Stiftung
Getreidehitparade | Hof Tütsberg VNP Stiftung
Tütsberger Erlebnispunkte: Station Dülmener Pferde | Foto: Christian Burmester
Einweihung Tütsberger Erlebnispunkt im Jahr 2010 | VNP Stiftung

Tütsberger Buchweizen

Anders als sein Name es andeutet ist der Buchweizen kein Getreide, sondern eine alte Nutz- und Heilpflanze aus der Familie der Knöterichgewächse, wie Rhabarber und der Sauerampfer.

Aus einem rötlich gefärbten Stängel treiben gestielte herzförmig Blätter und weiße bzw. rosarote Blüten. In jeder Blüte reift eine dreikantige Frucht, die wie eine kleine Buchecker aussieht. Dies gab ihr den Namen „Buchweizen“. Die kleinen Früchte sind mehlhaltig und können so wie Getreide zu Mehl gemahlen werden.

Der Buchweizen ist wohl eine der am schnellsten wachsenden Mehlfrüchte überhaupt, denn er ist an die kurzen Sommer Zentral- und Ostasiens angepasst. Innerhalb von 10 bis 12 Wochen nach Aussaat kommt er zur Reife. Wegen seiner Kälteempfindlichkeit kann Buchweizen nur als Sommerfrucht angebaut werden.

Als besonders genügsame Pflanze ist Buchweizen ideal zum Anbau auf den armen Heide- und Moorböden Norddeutschlands. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde er die Alltagsspeise der einfachen Landbevölkerung in der Lüneburger Heide. In Form von Grütze, Klößen und vor allem als Zutat für Pfannkuchen hatte er sich einen festen Platz in der Küche erobert. Mit dem Aufkommen der Kartoffel in der Mitte des 18. Jahrhunderts verlor der Buchweizen mehr und mehr an Bedeutung – heute erfreuen sich Buchweizenmehl und Speisen aus Buchweizen dennoch als regionales Produkt großer Beliebtheit.

Buchweizenfelder im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide finden Sie im Umfeld von Wilsede oder beim Landschaftspflegehof Tütsberg. Infos zum Erwerb von unserem Buchweizenmehl sowie von Spezialitäten aus unserem eigenen Buchweizen erhalten Sie hier.

Landschaftspflegehof Hof Tütsberg: Buchweizen | Foto: VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

Tierhaltung

Heidschnucken und Ziegen

Zum Landschaftspflegehof Tütsberg gehören sechs Schafherden, in denen auch Ziegen gehütet werden.

Rund 2.200 Mutterschafe der Rasse „Graue gehörnte Heidschnucke“ und 300 Ziegen werden täglich von den Schäferinnen und Schäfern des Landschaftspflegehofes im Naturschutzgebiet gehütet.

Für die Tiere auf dem Landschaftspflegehof können Sie auch Pate werden. Übernehmen Sie eine Heidschnuckenpatenschaft und unterstützen Sie damit die Heidepflege und die traditionelle Hütehaltung.

Heidschnucken und Schnuckenlämmer im Schafstall | VNP Stiftung
Heidschnuckenportrait | Foto: VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide
Heidschnuckenherde in der blühenden Heide | VNP-Stiftung
Heidschnuckenherde von Hof Tütsberg | Foto: Christian Burmester

Dülmener Pferde und Wilseder Rote Rinder

Zur Landschaftspflege setzt der VNP auch Rinder und Pferde ein, die ganzjährig auf Grünlandflächen weiden.

Tierbestand

Wilseder Rote in der Heide | VNP Stiftung
Wilseder Rote Rinder
  • 1 Mutterkuhherde mit rund 40 Kühen, Kälbern und weiblicher Nachzucht (Färsen)
Dülmener Pferde | Foto: Angela Kraft - www.kraft-foto.de
Dülmener Pferde
  • 1 Hengstherde mit 2 – 3 Althengsten und Junghengsten
  • 2 Stutenherden mit 10 Altstuten, Fohlen und Jungstuten

Die Dülmener Pferde gehören zu den vom Aussterben bedrohten Haustierrassen. Die Rasse steht auf der Roten Liste in der Kategorie 1 „extrem gefährdet“. Außerhalb des Merfelder Bruchs bei Dülmen, dem Ursprungsgebiet der Pferde, gibt es deutschlandweit nur rund 40 Zuchtstuten, 10 davon in den Herden des VNP.

Sie möchten diese seltene Rasse unterstützen? Dann können Sie eine Patenschaft für ein Dülmener Pferd übernehmen.

Beweidung Weideflächen Wilseder Rote | VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

Weideflächen der Tiere befinden sich am Radenbach, der Schmalen Aue, bei Hörpel und am Hof Tütsberg. Wandern Sie doch mal vorbei… 

Lage der Weideflächen

Auf dieser Karte sehen Sie, wo unsere Tiere im Naturschutzgebiet weiden können:

Lage

Hof Tütsberg liegt inmitten des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Sie erreichen Hof Tütsberg bequem über die A7 oder die B3 in rund einer Stunde Fahrzeit von Hamburg, Hannover oder Bremen aus.

Direkt am Hofgelände befindet sich ein Wanderparkplatz, von dem aus Sie das Hofgelände und die angrenzende Heidelandschaft erkunden können. Auf ausgewählten Flächen wird die traditionelle Heidebauernwirtschaft wieder erlebbar: Wie in einem lebendigen Museum wachsen hier alte Kulturpflanzenarten und -sorten, die so für kommende Generationen bewahrt werden – ebenso wie seltene und vom Aussterben bedrohte Ackerwildkräuter. Besucher können den Ackerwildkrautpfad erwandern, der über diese seltenen Pflanzen, ihre ökologische Bedeutung und den historischen Ackerbau informiert.

Logo "Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau" Einblick in die Öko-Landwirtschaft
Logo "Naturpark-Partner" Naturpark Lüneburger Heide
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